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KW 38/2022

Der Herbst kommt wieder: Lob auf eine unterschätzte Jahreszeit

Eine Ode an den Herbst  

Stürmische Winde, kalter Nieselregen, farbenfrohe Baumkronen und Temperaturen deutlich unter 20 Grad – wir bewegen uns in Richtung Herbst. Möglicherweise ist der Herbst eine immer noch unterschätzte Jahreszeit. Wie schade, denn gerade in den späten Monaten des Jahres darf der Garten noch einmal zu einem Rausch an Farben und Lichtspielen aufblühen. Er ist wie ein letztes Aufbäumen vor einer langen Atempause.  
Jede Jahreszeit hat seine eigene Persönlichkeit, wenn der Sommer mit einem lebhaften Kind voller Lebensfreude verglichen werden kann und der Winter mit einer Tasse heißen Glühwein, dann ist der Herbst ohne Zweifel ein älterer Herr oder eine ältere Dame auf einer Bank, mit einem guten Buch in der Hand. Und dieses Bild ist genauso schön, wie die anderen. Denn der Herbst ist auch voller schöner Tage und Feierlichkeiten, die man gerne vergisst.  

Der Herbst als Geschichtenerzähler  

Das traditionelle Erntedankfest wird in vielen katholischen und evangelischen Gemeinden gefeiert und gilt als einer der feierlichen Höhepunkte der sonst eher tristen Jahreszeit. Die Gläubigen bringen mit dem Erntedankfest ihre Freude über eine erfolgreiche Ernte zum Ausdruck, indem sie bepackt, unter anderem mit Äpfeln, Weintrauben, Kartoffeln und Brot in ihre Kirchen einzogen, um Gott zu danken. Über die Jahre ist ein weiterer Brauch, sich gruselig zu kostümieren und Partys zu feiern aus den USA auch nach Deutschland geschwappt. Der Tag an sich ist aber noch viel älter: Halloween kommt von der englischen Phrase „All Hallows' Eve“ und meint somit „Tag vor Allerheiligen“. Eine weitere Geschichte, die des heiligen Martin, der seinen Mantel mit dem Bettler teilt, kennt seit Generationen jedes Kind. Und jedes Kind freut sich darauf, mit einer selbst gebastelten Laterne durch den Ort zu ziehen. Auch Oktoberfeste sind inzwischen nicht nur in den Großstädten, sondern mittlerweile auch auf Dörfern sehr beliebt. So heißt es momentan überall „O'zapft is‘“ und „Ein Prosit der Gemütlichkeit“. Zu den Volksfesten muss natürlich auch das passende Outfit her: ein fesches Dirndl für das Madl, die Krachlederne für den Bub.  

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