PPR-NEWS

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KW 24/2022

Wie uns der Sommer glücklich macht – über die Weise, in der Mitte des Jahres anders mit der Umwelt zu reden. Ein Knigge des Unbewussten

So einfach kann es sein 

Sommer. Die Temperaturen steigen, es wird früher hell und die Sonne scheint stärker. Mit dem guten Wetter geht ebenfalls gute Stimmung einher. Auf den ersten Blick klingt das sehr banal und auf den zweiten Blick – auch. Dennoch ist dieser einfache, doch bedeutsame Zusammenhang, mittlerweile von der Wissenschaft ausreichend belegt. Zum Glück. In den heutigen Zeiten kommt uns eine kleine Sommer-Euphorie doch besonders recht. Grund für unser Stimmungshoch sind vor allem die wärmenden Sonnenstrahlen. Forscher aus Michigan konnten Licht und Wärme als Hauptfaktoren für die gute Laune identifizieren. Demnach wirken sie sich sogar nicht nur positiv auf Gesundheit und Stimmung aus, sondern auch auf Gedächtnis, Kreativität und kognitives Denken. Zudem beeinflussen Sonnenstrahlen unseren Hormonhaushalt. Fällt mehr Licht aufs Auge, erteilt das Gehirn den Befehl: Schlafhormone runterfahren – Glückshormone hochfahren. Die erfreuliche Konsequenz ist, dass wir munterer sind. 

Auch die Hilfsbereitschaft steigt 
 
Die Auswirkungen eines schönen Sommertags gehen sogar noch deutlich weiter. So sind sich Wissenschaftler der Biopsychologie und Sozialforschung einig: Das bewusste Erleben und das Verhalten der Menschen ändern sich radikal. Das Wetter hat zwar keinen so starken Einfluss mehr auf unser Wohlergehen wie früher, unsere Gene haben es dennoch nicht vergessen. Bei Dunkelheit ist der Mensch auf Ruhe programmiert, bei Licht hingegen auf Aktivität und Hochgefühl. Das beeinflusst natürlich auch unser Kommunikationsverhalten. Die Menschen gehen mehr raus, wollen sich beteiligen, sogar die Hilfsbereitschaft steigt nachweislich. Außerdem scheinen unsere Interaktionen untereinander produktiver zu sein. Deswegen lautet heute die Empfehlung des Tages: Rausgehen und die Sonne genießen. Die Sommergefühle kommen dann von ganz allein. 

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