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KW 12/2022

Mars-Kolonisierung und Twitter-Talk: Wie Elon Musk sich in der Öffentlichkeit etabliert hat

Ein Visionär…

Fast jeder hat wohl schon (mindestens) einmal von ihm gehört: Elon Reeve Musk ist der Gründer der bekannten Elektroautomarke Tesla. Aber auch als Mitinhaber, technischer Leiter und teils Mitgründer des Bezahldienstes PayPal, des Raumfahrtunternehmens SpaceX sowie Solarcity ist er bekannt. Diese Woche eröffnete er seine neue „Gigafactory“ im Speckgürtel von Berlin. Elon Musk erregt Aufsehen – und das nicht nur durch seine weitreichenden Zukunftsvisionen, die Science-Fiction-Romane in den Schatten stellen können. Von den Medien wird er gerne als „Visionär des 21. Jahrhunderts“ bezeichnet. Von selbstfahrenden Autos über unterirdische Autobahnen bis hin zur Mars-Kolonialisierung hat der Unternehmer viele Ideen, die er umsetzen will und teils auch schon umgesetzt hat. Momentan lässt er für seine Marsexpedition bereits ein Raumschiff bauen: Das „Starship“ soll zusammen mit seiner Trägerrakete „Super Heavy“ größer sein als die berühmte Mondrakete Saturn V. Die Rakete ist bereits testweise ins Freie gerollt worden und soll angeblich dieses Jahr noch starten.

…der „kämpfen“ will

Aber nicht nur durch seine Visionen erregt Elon Musk immer wieder mediale Aufmerksamkeit, sondern auch durch seine Art zu kommunizieren – direkt, unverblümt und provokant. Galileo zitiert ihn: „Ich verstehe nicht, warum so kleine Raumschiffe gebaut werden. Man kann doch nicht mit etwas auf dem Mars auftauchen, das so groß ist wie ein Ruderboot. Was, wenn wir da Marsianer treffen. Das ist doch peinlich!“ Und laut BusinessInsider soll er gesagt haben: „Was Tesla im Bereich der Automobilbranche erreicht hat, war nicht, ein Elektroauto zu schaffen. Die wirklich tiefgreifende Errungenschaft ist, dass Tesla die erste Autofirma seit 100 Jahren war, die die Serienproduktion eines Autos ermöglichte, ohne dabei bankrott zu gehen.“ Aber auch auf Twitter ist Elon Musk sehr aktiv. Zuletzt irritierte er mit einem Tweet, in dem er den russischen Präsidenten zum Zweikampf herausforderte. Als Einsatz nannte er die Ukraine. Zuvor hatte er der Ukraine seinen Satelliten-Internetdienst Starlink freigeschaltet und die nötigen Empfangsanlagen geschickt – als Unterstützung, falls die herkömmlichen Telekommunikationsnetze ausfallen sollten. Fakt ist: Elon Musk setzt auf provokante Kommunikation, die zwar medienwirksam ist, aber gleichzeitig polarisiert.

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