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KW 49/2021

Tschüss, 2021: Warum wir uns jedes Jahr auf ein neues Jahr freuen

Bilanz ziehen

Wer kennt es nicht: Eben war noch Sommer und im nächsten Moment ist ein weiteres Jahr zu Ende gegangen. Da stehen viele Menschen vor einem Rückblick des letzten Jahres, resümieren über vergangene Dinge und fragen sich, was das nächste Jahr auf Lager hat. Das Feiern des Endes des alten Jahres und des Beginns des neuen Jahres ist jahrhundertelange Tradition, die uns daran erinnert, welche Chancen auf uns warten. Ein Blick zurück auf die Erfolge und Errungenschaften, die über das vergangene Jahr erreicht wurden, lässt viele Menschen frohen Mutes nach vorn schauen, in der Hoffnung, in ein weiteres erfolgreiches Jahr zu starten. Die allgemeine Besinnlichkeit kann jedoch auch genutzt werden, um sich selbst kritisch zu reflektieren und neu zu erfinden. Gerade in Zeiten, in denen Corona das Weltgeschehen stark beeinflusst, hilft es, sich auf die schönen Dinge zu konzentrieren, egal ob besonderes Ereignis oder alltägliche Freude. Das können Momente sein, wie die Einschulung des Kindes oder der endlich angefangene Sportkurs. Es muss nicht unbedingt der erfolgreiche Abschluss eines großen Jahresprojekts sein, es genügt auch das neu bepflanzte Beet im Sommer.

Morgen fange ich an

Der Jahreswechsel ist nicht nur eine Zeit des Rückblicks, sondern auch des Vorausschauens. Woher kommt die Freude auf das neue Jahr? Vielleicht, weil es an der Zeit ist, sich auf neue Projekte und Vorsätze vorzubereiten sowie sich auf spannende Herausforderungen einzustellen. Es ist der Startschuss, um Dinge auszuprobieren, die bisher auf der Strecke blieben: Jetzt endlich den teuren Urlaub in die USA buchen oder vielleicht den nächsten Karrieresprung wagen? Es stellt sich nur immer wieder die eine Frage: Warum jetzt? Gerne werden große Entscheidungen oder schwierige Aufgaben auf den nächsten Tag verschoben. Das neue Jahr bietet für viele Menschen gleichzeitig ein einheitliches Datum, um mit etwas Neuem anzufangen. Daher wohl auch die vielen Vorsätze, über die Ende Dezember zunehmend gesprochen wird. Doch auch wenn sich viele gute Vorsätze bereits im Januar in Luft auflösen, so geben gerade wiederkehrende Wünsche Aufschluss über gewollte Veränderungen. Immerhin werden laut der shz 30 Prozent der Vorsätze eingehalten. Grund genug, um am Ball zu bleiben. Und wenn es im Januar nicht gelingt, dann im Februar oder nach den Sommerferien oder eben ganz bestimmt im nächsten Jahr. Wichtig ist nur, die eigenen Ziele und Wünsche – groß wie klein – vor Augen zu haben und mit der Freude darauf in das neue Jahr zu starten.

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