PPR-NEWS

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KW 40/2021

Wie die Otto Group fair und nachhaltig wirtschaftet: ein großes Wunder aus Hamburg

Drei Generationen Otto

1949 entsteht in Hamburg mit dem „Werner Otto Versandhandel“ ein Familienunternehmen, das seinesgleichen sucht. Werner Otto beginnt mit dem Konzept des Versandhauses ursprünglich mit Schuhen im Angebot. Als erster Versandhandel bietet er Kauf auf Rechnung an und beginnt damit sein Erfolgskonzept. 1956 streicht er den Samstag als Arbeitstag und führt die Fünf-Tage-Woche ein. Bereits zu diesem Zeitpunkt erreicht das Unternehmen einen Umsatz von 52 Millionen D-Mark. In den Siebzigern expandiert Otto massiv, beteiligt sich an deutschen und internationalen Unternehmen, wie beispielsweise der Fegro-Großhandelsgesellschaft. 1981 übernimmt Werner Ottos Sohn, Michael Otto, den Vorstandsvorsitz und baut das Unternehmen noch weiter aus. Es werden Otto Reisen gegründet sowie die Versandhäuser Witt Weiden und Venca übernommen. Mit diesem Zug wurde die Otto Group zum größten Versandhaus der Welt. 1995 schafft der Konzern den Sprung in die digitale Welt. Seitdem gibt es die Webseite otto.de, über die die Kunden online bestellen können. Mit Benjamin Otto geht die Otto Group in die dritte Generation nach seinem Vater und Vorstandschef Michael Otto.

Ausgezeichnet: Ottos Nachhaltigkeit

Bereits in den 1980er Jahren beschäftigte sich die Otto Group mit Nachhaltigkeit und Umweltschutz. So beziehen sie für ihre Textilien nachhaltige Baumwolle als eine zentrale Ressource. 95 Prozent macht diese bereits in ihrer Herstellung aus, bis 2022 sollen es 100 Prozent sein. Auch von FSC zertifiziertes Holz wird im Möbelsortiment vorgezogen. Hier setzten sie sich bis 2056 das Ziel, vollständig auf FSC- zertifizierte Holzmöbel im Sortiment umzustellen. Bereits 2006 begann die Otto Group mit CO2- Einsparungsmaßnahmen. Bis 2030 will das Unternehmen vollständig klimaneutral sein. 2020 konnte Otto seinen CO2-Verbrauch im Vergleich zu 2006 schon halbieren und das hauptsächlich durch Anpassungen in der Logistik und Zustellung sowie eine verbesserte Energieeffizienz in den Gebäuden. Außerdem präferiert das Unternehmen die Lieferungen ihrer eingekauften Waren über den Seeweg oder die Bahn, um den Flugweg und damit den CO2-Ausstoß direkt in die Atmosphäre zu vermeiden. Zudem will die Otto Group bis 2025 komplett auf Ökostrom umgestellt haben und sich an dem Ausbau erneuerbarer Energien bei den Otto-Gebäuden einsetzen. Dieses Engagement wurde bereits mehrfach ausgezeichnet. 2018 wurde Otto zum Beispiel aufgrund seines Nachhaltigkeitsmanagements mit dem erstmals verliehenen Corporate Culture Award in der Kategorie „Shared Value“ ausgezeichnet. ​

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