PPR-NEWS

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KW 22/2021

 Die ewige Kluft zwischen Wissenschaft und Gesellschaft: Wie die Kommunikation dieser beiden Welten gelingen kann, zeigt das Robert-Koch-Institut.

Brücken schlagen 

Die Wissenschaftskommunikation ist eine Brücke über die ewige Kluft zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Neue Forschungsergebnisse, wichtige Studien oder neue Errungenschaften müssen geteilt werden, damit die Gesellschaft sie als solche akzeptiert und nicht verweigert. Gerade während der Pandemie ist die sofortige Verbreitung neuer Erkenntnisse besonders wichtig. Das heißt aber auch, dass die Wissenschaft ihre Ergebnisse so formulieren muss, dass sie für jeden verständlich ist. Dabei helfen gängige Massenmedien wie Fernsehen, Radio, Zeitung und soziale Medien. Wissenschaftsjournalisten arbeiten die Ergebnisse einfach und verständlich für ein breites Publikum auf. Danach ist es eine Sache der Gesellschaft, die erhaltene Information zu bewerten.

Die Zielgruppe im Blick

Seit mehr als einem Jahr wird die Wissenschaftskommunikation auf eine neue, extreme Art auf die Probe gestellt. Das Robert-Koch-Institut sagt selbst auf seiner Webseite: „Die Coronavirus-Pandemie hat verdeutlicht, wie schwierig es ist, bei Gesundheitsthemen die Fakten, Risiken und Unsicherheiten wirksam und transparent zu kommunizieren.“ Es müssten verschiedene Zielgruppen passend angesprochen werden, um Verunsicherungen zu vermeiden und ein besseres Verständnis zu ermöglichen: vom Fachpublikum, über die Politik bis hin zu der wohl größten Zielgruppe ohne Fachkenntnisse. Um diese Kommunikation zu ermöglichen, hat das Robert-Koch-Institut eine eigene Projektgruppe ins Leben gerufen, die mit einem interdisziplinären Team Forschungsergebnisse und Informationen zielgruppengerecht aufbereitet. Das Institut hat von Anfang sehr transparent alle Zahlen, Daten und Fakten der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt und Präventions- und Schutzmaßnahmen verbreitet, um einer gesamtgesellschaftlichen Unsicherheit vorzubeugen. Denn nur, wer vom Empfänger der Informationen ausgeht, kann in seiner Kommunikation erfolgreich sein.

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