PPR-NEWS

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KW 16/2021

Der Einzelhandel in der Krise: Wer nutzt die Chancen der Digitalisierung und wer zerbricht an ihren Gefahren?

Digitalisierung: Was bedeutet das für Unternehmen?

 

Das Wort Digitalisierung bedeutet Umwandlung. Es beschreibt die Umwandlung von analogen zu digitalen Prozessen. Die Pandemie hat Deutschlands Digitalisierung schlagartig vorangetrieben. Wo vorher Vorurteile, Kontrollverlustängste und schlicht Unwissen herrschten, mussten viele Arbeitgeber ihre Kenntnisse nachschulen und ihre Unternehmen aufrüsten. Die Pandemie hat in diesem Fall moderne Arbeitsbedingungen möglich gemacht, die vorher nicht umsetzbar erschienen. Die verschiedenen Branchen sind unterschiedlich stark betroffen von der Anforderung, digitaler zu werden. Das umfasst zum Beispiel die Themen Homeoffice und technische Ausstattung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Virtuelle Meetings, Clouds, Videochatprogramme – all das musste installiert, erlernt und budgetiert werden. Genauso wurden Online-Shops, Bestellservices oder auch Lieferdienste eingerichtet. Durch diesen Ausbau der digitalen Strukturen war es möglich, Unternehmen weiterzuführen und Herausforderungen zu meistern. Auch ohne die Pandemie wird die Arbeitswelt zwar immer digitaler, doch wir können festhalten: Durch die Pandemie ist die Digitalisierung auf vielen Ebenen schneller vorangeschritten.

 

Digitalisierung im Einzelhandel

 

Der Einzelhandel ist eine der Branchen, in der die Digitalisierung schon vor der Pandemie weit vorangeschritten war. Zu einem guten medialen Auftritt zählen unter anderem Websites mit Informationen zum Unternehmen und der Produkte, sowie ein übersichtlicher Online-Shop und der Auftritt bei Navigations- und Kartenanbietern. Viele Einzelhandelsketten sind online bereits gut aufgestellt. Digitalisierung ist jedoch mehr als ein seriöser Online-Auftritt. Interaktive Displays, Selbstbedienung und digitale Assistenten gehören ebenfalls dazu und werden noch nicht überall eingesetzt. Zudem wird das Thema Selbstbedienung immer wichtiger. Einige Baumärkte und Möbelhäuser haben bereits Selbstbedienungs-Kassen installiert, bei denen die Kunden ihre Ware selbst einscannen und bezahlen können. Wo die Digitalisierung noch kaum Einzug gehalten hat, ist der Lebensmittelhandel. Die Filialen haben sich über die Jahre kaum verändert. Einige Lebensmittelhändler, wie zum Beispiel REWE, haben einen Lebensmittelbringdienst eingerichtet. Diese Alternative zum herkömmlichen Einkaufen ist aber noch nicht so populär und wird dementsprechend noch nicht häufig in Anspruch genommen. Ein Umdenken hin zu mehr Digitalisierung hat bereits stattgefunden, wurde durch die Pandemie beschleunigt und muss nun weiter als Chance genutzt werden. So werden und bleiben die verschiedenen Branchen zukunftsfähig, statt an ihren Gefahren zu zerbrechen.

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