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KW 08/2021

Ein neuer Kinderstar ist geboren: Warum uns die deutsche Schauspielerin Helena Zengel in Zeiten der Schwermut Mut machen kann

Eine junge Karriere in der Krise gewachsen

Was kann uns ein Kind in diesen schweren Zeiten lehren? Schau auf die Unbedarften, ist eine lange bestehende Redewendung, dann siehst du dich. Nun ist es so, dass die Berlinerin Helena Zengel kurz nach ihrer ersten Hauptrolle zu einem Superstar des deutschen Kinos aufgestiegen ist. Bereits im Alter von acht Jahren reüssierte sie im Filmdrama „Die Tochter“ von Mascha Schilinski. Schon zuvor hatte sie Auftritte im deutschen TV. Sie begann mit fünf Jahren mit der Schauspielerei, während Gleichaltrige vielleicht noch Räuber und Gendarm in den Nachbarschaften spielten. Im Film „Systemsprenger“ aus dem Jahr 2019 spielt sie ein Kind, das durch alle Raster einer kümmernden Gesellschaft fällt. Dafür erhielt sie den Deutschen Filmpreis als beste Hauptdarstellerin. Wie sie es schafft, ihren frühen Ruhm auszuhalten? Vielleicht ist es so, dass die Jugendliche eine tatsächliche Schauspielerin ist. Sie lacht im wirklichen Leben, so ist zu hören, und vertieft sich in ihre Rollen nur, wenn die Rollen es verlangen. So mag sie ein Mutmacher auch für Erwachsene sein. Wenn wir im Beruf oder im Privatleben unseren Aufgaben nachgehen, muss zugleich Zeit dafür sein, man selbst zu sein. Die Trennung von Rolle und eigenen Bedürfnissen, die ihre richtigen Zeiten haben, ist ein Weg, den uns Helena Zengel weist.

Zusammenfinden, das ist die Botschaft des Tom Hanks

Irgendjemand der Scouts, die in den Städten und auf den Festivals nach neuen Stars Ausschau halten, stieß auf Helena Zengel. So wurde sie gewählt, an der Seite von Tom Hanks zu spielen. Sie soll gesagt haben, nachdem ihr der Name des Weltsuperstars Tom Hanks genannt wurde: „Wer ist Hängst?“ Auf jeden Fall betritt Helena Zengel in diesen Monaten die internationale Schauspielbühne. Tom Hanks spielt in „Neues aus der Welt“ einen ehemaligen Captain der Armee der Südstaaten. Im früheren Leben ein Buchdrucker, zieht er von Kleinstadt zu Kleinstadt, um in matschigen Räumen aus den Tageszeitungen vorzulesen. Tom Hanks gab in einem Interview an, dass er in diesen schweren Zeiten, in denen wir leben, Mut machen will. Auf jeden Fall trifft er auf die Figur Johanna Leonberger, die so gar nicht nach Texas passen will. Sie (Helena Zengel) hatte ihre europäischen Eltern verloren. Nun nimmt der Captain wider Willen das Kind in seine Obhut. In der realen Welt ist Helena Zengel ein gutes Leben zu wünschen, das den Ruhm verkraftet. In der Filmwelt zeigt uns das Mädchen eines: Auch in schweren Zeiten und in der Pandemie sind Karriere und Glück im Beruf möglich. Es waren eben nicht nur die alten Schauspieler, die im letzten Jahr die Preise abräumten, sondern auch ein Kind. Mögen wir wieder auch ein bisschen Kind werden.

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