PPR-NEWS

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KW 46/2020

Ein paar Tipps zum Entspannen: Wie wir mittels guter Kommunikation in dieser Krise gesund bleiben

Ist der Mensch ohne Berührung noch Mensch?

Unsere Freundinnen und Freunde des Spitzenfernsehens Quarks haben sich eingehend mit der Frage beschäftigt, was Berührungen für uns im Alltag bedeuten. In Zeiten von Kontaktverbot schiebt sich dieses Thema nach vorne. Es ist unklar, welche psychischen und physischen Belastungen aufgrund der Naturkatastrophe (so Dr. Angela Merkel), welche Beschädigungen hervorrufen. Umarmungen oder ein Händedruck sind grundlegend wichtig für den Menschen. Nicht nur theoretische Studien haben dies längt belegt. Ein jeder von uns kann das spüren und als richtig wahrnehmen. Es hat mit dem Widerhall des Körpers zu tun, sagen die Redakteurinnen und Redakteure des Wissenschaftsmagazins. Die Oberfläche, auch trotz Stoff, an der wir angefasst werden, ist die Haut. Sie ist das größte Organ des Menschen. Es enthält Millionen von sogenannten Berührungsrezeptoren. Mit ihnen spüren wir Wärme und Kälte, Druck und Strukturen und auch Richtung und Geschwindigkeit. Diese Signale werden an das Gehirn gemeldet. Es bremst oder löst körpereigene Botenstoffe aus. Je weniger Kontakt, desto höher der Anteil an Stresshormonen im Körper und desto geringer das Ausschütten von als Glück empfundenen Endorphinen. So ist der Körper, kurz zusammengefasst, in Zeiten von Corona wesentlich gestört.

Der Kontakt zu anderen und zu sich selbst

Körperkontakt stärkt die Zusammenarbeit und das Vertrauen im Umgang mit Menschen. Er steigert zum Beispiel die Leistung einer Sportmannschaft. Teams, die in der ersten Hälfte der Saison durch besonders viele Po-Klapse und Schulter-Boxer auffielen, zeigten in der zweiten Hälfte der Saison eine signifikant bessere Leistung. Was nun, wenn das Team zu Hause ist und wir allein? Es gibt gute Maßnahmen, die uns helfen, den Mangel an Berührungen auszugleichen. Es fängt damit an, dass wir uns bewegen. Es kann Jogging und das Tanzen im Wohnzimmer sein. Es kann die lange Dusche sein und das Erleben des Wassers, wie es vom Körper perlt. Es kann vieles sein, was dem Körper das Signal gibt, berührt zu werden. Solche Tricks melden der Vernunft nicht das Drama, in dem wir leben. Kommunikation ist stets das Senden und Empfangen. Wenn wir heutzutage weniger Berührungen empfangen, organisieren wir uns diese allein: eine wichtige Empfehlung. Mir hilft es seit Monaten sehr, häufig mit meinen besten Freundinnen und Freunden zu telefonieren. Wir hören uns und mein Körper reagiert auf das, was sie sagen und vor allem, wie. Es gibt Gefühle, die in den Telefonaten frei werden. Sie stärken mich noch lange nach dem Gespräch. Wir sollten auf uns achten und Tricks anwenden, die uns eines bieten: ein gutes Gefühl, obwohl kein Mensch dafür gerade wirklich in der Nähe ist.

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