PPR-NEWS

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KW 39/2020

Warum in den USA der Wert der Information gesunken ist und was dieser historische Umbruch für Entscheider in Deutschland bedeutet

Mit Falschmeldungen an die Macht

Fehlinformationen gehören längst zur Regel und sind nicht länger die Ausnahme. Der Pressekodex und die damit verbundene Prüfung auf Wahrhaftigkeit wird im Internet, besonders in Sozialen Medien, selten berücksichtigt. Studien zeigen, dass die Verbreitung der sogenannten Fake News durch Emotionen getrieben ist und die Wahrheit keine Rolle spielt. Die oberste Priorität der oftmals leidenschaftlichen Verbreiter ungeprüfter Meldungen liegt darin, die Gegenseite anzugreifen, so die Süddeutsche Zeitung. Der US-Präsident ist mittlerweile für seine Fake News via Twitter berüchtigt und auch der bevorstehende Wahlkampf wird wieder mit absichtlich gestreuten Falschmeldungen unterstützt. So berichtet die Washington Post über eine Gruppe Jugendlicher, die für Geld Fake News im Sinne der Trump-Politik gestreut haben sollen. In der Allgemeinheit mögen Politiker und Machthabende nicht unbedingt für ihre Vertrauenswürdigkeit bekannt sein. Aber die gezielte Streuung falscher Informationen missbraucht dessen Macht und mindert ihren Wert, wodurch sie Gefahr läuft, zur Propaganda zu verkommen. Gleichzeitig steigt aber wiederum der Wert geprüfter Informationen.

Wahres finden und nutzen

Wer täglich mit zahllosen Informationen konfrontiert wird, kann den Überblick verlieren. Es fehlt die Zeit, um jede Nachricht auf ihren Wahrheitsgehalt zu kontrollieren. Da mittlerweile auch Informationen aus Deutschlands langjährigem und engem Partner, den USA, zunehmend an Glaubwürdigkeit verlieren, hat dies Auswirkungen auf Entscheider hierzulande. Eine Information, genauer gesagt ein Wissensvorsprung, ist entscheidend für die Stellung am Markt. Die qualitative Recherche gewinnt an Bedeutung und Entscheidungen müssen auf verlässliche Quellen gestützt sein. Aber selbst Fakten werden durchaus auch in Deutschland in Kommentarspalten angegriffen, falls sie einer politischen Gesinnung widersprechen. Dabei gehen die Verfasser dieser Kommentare ähnlich wie in den USA systematisch vor, schreibt Focus. In einer Welt, in der Falschmeldungen zu dominieren scheinen und Fakten angegriffen werden, liegt es an den Entscheidern, die Integrität ihrer Aussagen, Produkte und Unternehmensausrichtung zu erhalten und zu verfestigen. So bleiben sie Orte, bei denen sich Interessierte sicher sind, Verlässlichkeit und Qualität vorzufinden.

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