PPR-NEWS

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KW 38/2020

Wie die Corona-Krise die Anforderungen an die Kommunikation nachhaltig verändert

Vorab in eigener Sache: Eine Tradition geht weiter

Zur Hochzeit der Corona-Krise trafen mein Team und ich eine Entscheidung: Wir ließen die wöchentlichen PPR-Hamburg-News ruhen. Nicht, dass wir nichts zu erzählen hatten, nein. Wir lernten schnell, dass ab März 2020 unsere Leser derart viele Informationen, E-Mails, Medienbeiträge und Gespräche erhielten, dass wir es als angemessen fanden, zu pausieren. Nun haben wir die zurückliegende Zeit genutzt, die PPR-News über eine neue Software zu gestalten. Zudem ist die Aufteilung ein wenig verändert. Nach dem „Angebot der Woche“ folgen die eigentlichen „News“. Dort versuchen wir, zu Themen der Zeit neue Gedanken beizutragen. Es muss nicht stets mit Kommunikation zu tun haben. Nähe zum eigentlichen Thema von PPR Hamburg dürfen die zwei kleinen Texte gleichwohl zeigen. Im Abschluss folgt ein Hinweis auf unsere nächste nicht-kommerzielle Veranstaltung, die wir als PPR Hamburg & Friends seit 2005 in verschiedenen Städten und vor allem in Hamburg umsetzen (im November zum 60. Mal!). Über Anregungen haben wir uns stets gefreut. So auch jetzt! Wir wissen, dass unser Traditionsmedium PPR-News auch eine stete Erinnerung an unsere Leser ist. Wir erscheinen wie gewohnt donnerstags am Nachmittag. Wem die News zu viel sind, kann sich mit einem Klick am Ende der Mail abmelden. So freuen wir uns auf die nächsten Monate mit Ihnen. Über 550 Mal sind die PPR-News erschienen und schauen damit auf eine einzigartige Zeit zurück, die das kleine Periodikum bislang geleistet hat. Nun wünsche ich uns weiterhin Gesundheit, den richtigen Blick auf die wertvollen Informationen und die Kraft und Freude, in dieser Krise Chance zu suchen und zu finden. Vielen Dank für Ihre Treue und viel Freude mit den PPR-News in den nächsten Monaten wünschen mein Team von PPR Hamburg und ich selbst, sein Inhaber. 

Kommunikation. Kultur. Corona.

Die Corona-Krise war und ist weltumspannend. Selten zuvor trat ein Ereignis derart rasch zusammen in den rund 200 Ländern der Erde auf. Besonders die Verhältnisse, unter denen wir seitdem arbeiten, haben Methoden, Werkzeuge und auch unser Inneres auf die Probe gestellt und verändert. Darauf zu achten, dass ein jeder neben uns den neuen Hygieneregeln folgte, war zu einer Aufgabe der Kommunikation geworden. So begleiteten wir Kommunikationsexperten die Krise in Wort, Film und Ton bis heute. Wir selbst entdeckten mit den uns beauftragenden Führungskräften die Kraft der Mitarbeiter neu und verständigten uns dazu, wie neues Verhalten erzählt und gelebt werden konnte. Auch die Herausforderung, eine E-Mail-Kultur zu schaffen, die ohne persönliche Begegnungen auskommen musste, war für uns Kommunikatoren eine Aufgabe. Nicht zum Schluss erfuhren Führungskräfte und alle Bürger die Kraft des Internet neu. Vor allem, dass nun das, was ich über eine Person fand, bei Google, in Sozialen Netzwerken oder auf Blogs und Webseiten, eine abermals höhere Bedeutung einnahm, war in den letzten Monaten jeder wachsamen Person klar geworden. Dafür vorgesorgt zu haben, ein Ansehen von Rang online behalten zu haben, oder eines einzunehmen, fand bei manchem Kunden erst jetzt ganz und gar Gehör und Sinnhaftigkeit in Bezug auf unsere Arbeit im Reputationsmanagement. Die Corona-Katastrophe währt weit in das nächste Jahr hinein, sagen die Experten des Robert-Koch-Instituts. So ist die Lernkurve derer, die sich angepasst haben, und derer, die sich anpassen müssen, noch nicht an ihr Ende gekommen. Die Chancen zu erkennen, die sich daraus ergeben, ist nun die Aufgabe bester Führungskultur.

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