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KW 50/2018

Der Konflikt des US-Präsidenten mit dem Klimawandel: das Beispiel des US-Autogiganten General Motors, der in die falsche Richtung gefahren ist

Kalte Tage – und das trotz Klimaerwärmung

Die Folgen des Klimawandels sollen in einigen Jahren fatale Auswirkungen auf die Menschheit haben. Das Umweltbundesamt rechnet in der Zukunft mit immer mehr Hitzewellen, Starkregen und einem globalen Temperaturanstieg. Doch bereits heutzutage können ungewöhnliche Wetterschwankungen spürbar wahrgenommen werden. Für manche ist das ein Beweis für einen Wandel, für andere hingegen ein Gegenargument. So auch für US-Präsident Donald Trump, der an kalten Tagen ironisch über Twitter verkündete, dass er sich die globale Erderwärmung herbeisehne. Doch der Klimawandel wirkt sich nicht nur auf das Wetter aus, sondern auch auf den US-amerikanischen Automobilkonzern General Motors (GM). Noch 2016 konnten dort Milliardengewinne verzeichnet werden, schreibt die Süddeutsche Zeitung (SZ), jetzt sollen laut Handelsblatt fünf Werke in den USA geschlossen werden und damit 15.000 Menschen ihre Arbeit verlieren. Und daran soll der Klimawandel schuld sein?

Der (Teufels-) Kreis des Lebens

Selbst US-Präsidenten mit ihren Mauern aus Strafzöllen können die Folgen des Klimawandels nicht aufhalten. Während andere Länder intensiv auf Elektromotoren setzen, ist der Pick-up in den USA stets weit verbreitet. Das Handelsblatt berichtet über gesetzliche Vorgaben, die Elektro- oder Hybridautos in China oder Europa in naher Zukunft vorschreiben. Pick-ups lassen sich so nicht exportieren. Doch General Motors bleibt sich treu und befährt weiterhin den Highway to Hell, angetrieben durch Autos mit Verbrennungsmotoren. Das hilft weder der Umwelt, noch den 15.000 Mitarbeitern, die ihre Jobs verlieren könnten. Es ist ein Teufelskreis: Der Klimawandel fordert ein Umdenken, das bei GM (noch) nicht ausreichend stattgefunden hat. Trumps Zollpolitik soll alles richten, fördert stattdessen einen Zollkrieg, der den Automobilkonzern hunderte Millionen Dollar kostet, so die SZ. Es kommt zum Stellenabbau, woraufhin der US-Präsident Subventionen kürzen will, die auch Elektroautos betreffen. Das ist wiederum schlecht für die Umwelt – hier schließt sich der Kreis. So weit sich die Menschheit auch entwickelt hat, die Natur hat wohl immer das letzte Wort.

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