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KW 32/2018

Blockchain: Gibt es das? Was ist das? Und was hat das mit uns zu tun?

Blockchain einfach erklärt

An Begriffen wie Blockchain, Bitcoins und Kryptowährungen kommen wir nicht mehr vorbei. In der Wirtschaft, der Technik und den Finanzen scheint dieses Thema hoch aktuell zu sein. Doch was bedeutet Blockchain eigentlich? Blockchain bezeichnet, allgemein gefasst, einen kontinuierlichen Datensatz, der verkettet ist. Mithilfe dieser Kette kann ein Buchführungssystem dezentralisiert werden und wird dennoch nicht verfälscht. Denn die verschiedenen Transaktionen sind miteinander so verknotet, dass eine Manipulation im Idealfall unmöglich ist. Und das, obwohl diese Datensätze als öffentliches System frei zugänglich sind. Dadurch wächst die Blockchain immer weiter. Solche Arten von vereinfachten Buchführungssystemen können einerseits für digitale Währungen, wie beispielsweise Bitcoins, genutzt werden, oder aber um Transaktionssicherheiten zu verbessern. Auf computerwoche.de ist zu lesen, dass wir uns die Blockchain-Technologie vorstellen könnten wie ein Rohr, das Transaktionen leitet wie Wasser.

Wie kann die Blockchain genutzt werden?

Tatsächlich ist die Blockchain-Technologie bisher im Finanzwesen am weitesten verbreitet. Doch auch die breiter gefasste IT- und Industriebranche kann von dieser Datenverkettung profitieren. Die Dezentralisierung der IT im Allgemeinen beschleunigt Unternehmensvorgänge enorm und vermindert somit Kosten wie Finanztransaktionen oder Verwaltung. Schon einige große IT-Konzerne, wie zum Beispiel Microsoft, sind auf den Zug aufgesprungen und entwickeln Blockchain-Angebote. Dennoch ist das ganze Konzept dieser Technologie noch recht jung, erste Erwähnungen fand die Blockchain 2008, ihren »Durchbruch« erfuhr sie 2011. Nutzer sind skeptisch, verstehen die Technologie nicht ausreichend und können sie daher selbst nicht nutzen. Die Blockchain scheint sich erst noch beweisen zu müssen. Eine Studie des Hasso-Plattner-Institutes zeigt auf, dass es selbst bei der scheinbar so sicheren Blockchain durchaus zu Hackerangriffen kommen kann. Es bedarf also einer Weiterentwicklung und stetigen Verbesserung. Je mehr Transaktionen und Vorgänge wir online über Datenketten abwickeln, desto mehr Daten legen wir in fremde Hände, die uns ihre Sicherheit erst noch beweisen müssen. Brauchen wir das? Ja und nein: Es liegt in der Hand des Nutzers zu entscheiden, ob die neue Technik gesellschaftlich wertig sein wird oder nicht.

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