PPR-NEWS

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KW 24/2018

Wovor wir uns am meisten fürchten, ist das Ende des Westens: Warum meine zwei Bände »Meine West End Story« nicht wahr werden dürfen

Die durchaus berechtigte Angst um die Zukunft des Westens

Das Jahr 2016 war eines, das mit Sicherheit noch lange in vielen Köpfen sein wird. Die Abstimmung am 23. Juni über die Mitgliedschaft des Vereinigten Königreiches in der Europäischen Union, bei der die Mehrheit für einen Austritt stimmte, und Donald Trumps Sieg bei der Präsidentschaftswahl am 8. November desselben Jahres. Gewiss sind dies nur zwei von vielen nennenswerten Ereignissen. Jedoch haben gerade diese den Westen, wie wir ihn kannten, verändert wie nie zuvor. Auch ich machte mir schon sehr früh Sorgen um den Westen, versuchte dies aber stets mit vorsichtigen Worten zu äußern. Andere – fachkundigere – Personen hingegen, sagten unverblümt, der Westen sei zerbrochen. Mittlerweile scheint diese Aussage alles andere als abwegig: Denn der – zuvor sehr starke – westliche Zusammenhalt bröckelt. Unter dem Druck der Massenmigration und des globalen Wettbewerbs beginnt der Westen, sich zu verändern und selbst zu zerstören.

America first?

Donald Trumps Interessenpolitik ist ein Paradebeispiel für genau diese Destruktion. Unter dem Motto »America first!« also »Amerika zuerst!« will er nicht nur eine Mauer an der Grenze zu Mexiko bauen lassen, um die Einwanderung lateinamerikanischer Bürger in die USA zu verhindern. Es ist ebenso sein Plan, ein Einreiseverbot für Menschen aus verschiedenen muslimischen Ländern zu erlassen. Dieses Vorhaben ist ihm zwar (noch) nicht abschließend gelungen, aber es scheint nicht (mehr) nur eine Kurzschlussreaktion zu sein. An die Erderwärmung glaubt Trump nicht. Klimaschutz ist entsprechend kein relevantes Thema – es sei denn, er arbeitet gegen ihn. Stattdessen setzt er auf die Förderung heimischen Öls. Dass der neue amerikanische Präsident auf reichlich Gegenwind stößt, wird an den zahlreichen Protesten innerhalb der USA deutlich. Doch auch in Berlin, Frankfurt, München und Heidelberg gab es bereits Demonstrationen gegen die Handlungen und Ziele des U.S. Präsidenten. Denn nun ist es wichtiger denn je, sich gegen die Veränderung der offenen westlichen Gesellschaften zu behaupten und ein Auseinanderbrechen des Westens, wie wir ihn kennen, zu verhindern.

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