PPR-NEWS

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KW 14/2018

Online-Marketing »Rockstars«: Wie sich Anzeigenverkäufer zu einer extremen Besonderheit stilisieren

Online-Marketing »Rockstars« in Hamburg

Im vergangenen März versammelten sich mehr als 40.000 Fans des Digital-Marketing-Business in den Hamburger Messehallen zum jährlichen »Online Marketing Rockstars-Festival«. Von Ausstellern wie Facebook, Google, Adobe und Co. über sogenannte »Top Speaker« und »Masterclasses« in Seminar-Atmosphäre bis hin zum Live-Konzert, war alles dabei. Das Event ist längst mehr als nur ein Mittel zur Weiterbildung in Sachen Online-Marketing: Wichtige Bestandteile der Veranstaltung sind auch die vielen Partys und Konzerte, die die Massen anlocken. Was für ein Wirbel um das Ganze gemacht wird, lässt schon der Titel des Festes erahnen, in dem sich die Online-Marketing-Gruppe als »Rockstars« bezeichnet. Ob dieser regelrechte Hype gerechtfertigt ist oder nicht, bleibt offen.

Neue Kunden gewinnen und bestehende binden

Hauptformen des Online-Marketings sind das sogenannte Display Advertising und das Suchmaschinenmarketing. Bei ersterem versuchen Anzeigenverkäufer, möglichst viele möglichst große Anzeigen zu verkaufen. Auf die detaillierten Wünsche der Kunden, um die es in besagten Anzeigen geht, wird oftmals kaum bis gar keine Rücksicht genommen. Und dies resultiert in schlecht geschalteten Anzeigen, die eben nur dazu da sind, (Werbe-)Flächen zu füllen. Von seriöser Anzeigenberatung kann in vielen Fällen leider nicht die Rede sein. Ob die gewünschte Zielgruppe erreicht wurde, ist nicht nachvollziehbar. Dem Suchmaschinenmarketing begegnen wir heute jeden Tag. Ziel ist es, einerseits die eigene Präsenz und Sichtbarkeit innerhalb der Ergebnislisten der Suchmaschinen zu optimieren und andererseits potenzielle Kunden gezielt, anhand ihres Suchverlaufs, durch entsprechende Werbung zu akquirieren. Um damit zum Ziel zu gelangen, bedarf es einer großen Expertise im Bereich SEO. Denn letztendlich müssen die Anzeigen auch die passenden Kunden erreichen. Streuverlust wird es immer geben – online ist dieser oft noch höher als im Printbereich. Daher sei gut überlegt, worin Marketingbudgets investiert werden.

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