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KW 11/2018

Warum ein Burger anders schmeckt, wenn er ein Schnäppchen wird: die Frühjahrsoffensive von McDonald’s

Wie zwei Brüder das Fast Food erfanden

Am 15. Mai 1940 eröffneten die Brüder Richard und Maurice McDonald ihr erstes Restaurant in San Bernardino, Kalifornien. Als Welterfolg sollte es sich jedoch erst nach völliger Umgestaltung zu einem Schnell-Restaurant mit Selbstbedienung 1948 entpuppen. Das große goldene »M« zierte schon damals die ersten Filialen und wird auch heute noch überall auf der Welt erkannt. Neben diesem Logo haben sowohl die Unternehmensfigur »Ronald McDonald« als auch der Slogan »Ich liebe es!« McDonald neben ihrem bis dato einzigartigen Konzept einen Widererkennungswert verliehen, welcher zweifellos zum Welterfolg des Unternehmens beigetragen hat. 40.000 dieser Restaurants gibt es bisher weltweit – und der Fast-Food-Riese entwickelt sich stets neu: In langen Schlangen am Tresen warten, um zu bestellen, gehört nun der Vergangenheit an. In den »Restaurants der Zukunft« ermöglichen in die Tische integrierte Tablets dem Kunden, sich schnell und einfach ein individuelles Mahl zusammenzustellen. Auch mit Leistungen wie dem eigenen Spielplatz für Kinder lockt der Koloss täglich bereits die Jüngsten und ihre Familien in seine Filialen.

Rabatte weit und breit

Wer auf den Weg zur nächsten Filiale jedoch verzichten möchte, für den gibt es mittlerweile die mobile McDonald’s App. Bequem von zu Hause aus bestellen und sich das Essen einfach liefern lassen ist nur eine von vielen Leistungen des Unternehmens. Mit dem großen »Ostercountdown«, der mit Angeboten wie einem »Big Mac« für 1,50 Euro verführt, zieht es die Massen in die zahlreichen Fast-Food-Restaurants. Extreme Nachlässe wie diese sind gut durchdachte psychologische Verkaufstaktiken. Wir wägen nicht mehr ab: Brauche ich den Gegenstand – in diesem Fall den Burger – oder nicht?  Zudem gibt es täglich tolle Preise zu gewinnen. Das ultimative Rauscherlebnis für den Gast scheint geschaffen. Rabatte begegnen uns immer wieder, überall. Der Kunde, der keine Rabatte annimmt, finanziert die, die es tun. Denn er zahlt stets den vollen Preis. Das System der Nachlässe wird es immer geben, es geht nicht kaputt und wird somit auch immer ein wichtiger Teil der Verkaufspolitik bleiben, welche sich McDonald’s bewusst zunutze gemacht hat. Auch bei Rabatten gilt das Prinzip von Angebot und Nachfrage. Und wie Verbraucher mit Rabatten umgehen, hängt auch immer stark davon ab, welche Rabatte ein Unternehmen wie lange anbietet. Wir werden auch in Zukunft abwägen.

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