PPR-NEWS

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KW 10/2018

Asteroiden, die nah an der Erde vorbeifliegen: Wann Wissenschaft für uns relevant wird, ist stets die Frage

Der Meteor von Tscheljabinsk

15.02.2013. Tscheljabinsk im russischen Ural. 9:20 Uhr Ortszeit. Der Moment, in dem ein etwa 20 Meter breiter und 10.000 Tonnen schwerer Meteor in die Erdatmosphäre eindrang und  in 30 bis 50 Kilometern Höhe über der kleinen Stadt explodierte. Die durch die Druckwelle beschädigten Gebäude sowie zerstörte Fensterscheiben forderten rund 1.500 Verletzte. Es sind Erinnerungen an Ereignisse wie diese, die in uns Angst und Schrecken auslösen, bei Nachrichten, dass wieder einmal ein tonnenschwerer Asteroid unsere Erde nur knapp verfehlt habe. Doch ist die Angst vor der Zerstörung unseres Planeten durch einen Weltraumkolossen wirklich begründet? Unser Vertrauen können wir wohl auch weiterhin den doch gut funktionierenden Frühwarnsystemen der ESA und NASA schenken. Technologien wie diese sind es, die uns Sicherheit geben. Aber nicht nur die großen, intergalaktischen Erfindungen, wie die der Weltraumforscher, sind für uns mittlerweile unentbehrlich geworden.

Helfer im Alltag oder doch zu viel?

Für kaum jemanden ist es heute noch vorstellbar, nicht immer per Knopfdruck erreichbar zu sein und seine Mitmenschen erreichen zu können. Durch das Handy vernetzt sein – immer und überall – ist wichtiger als je zuvor und noch nie war die Wissenschaft derart präsent in unserem alltäglichen Leben. Sicher ist: Die fortschrittlichen Technologien unserer Zeit erleichtern uns vieles. Mal eben die Bahnverbindung von A nach B googeln, ist schnell erledigt. Kommunikation mit- und untereinander, im engsten Kreis oder auch international, ist möglich und gestaltet unser Privat- und Arbeitsleben von Grund auf neu. Doch so viele Vorteile uns die Wissenschaft auch bringt: Auch Abschalten will gelernt sein. Bei wem sich die Gedanken nur noch um »Likes« bei Facebook, Instagram und Co. drehen oder wer die Augen gar nicht mehr vom Bildschirm lassen kann, sollte lernen, das Smartphone auch mal auszuschalten und das unterbewusste Pflichtgefühl der laufenden Erreichbarkeit ruhen zulassen. Sei es in der Mittagspause, im Urlaub oder eben auch einfach zwischendurch: Ab und zu abschalten und der vernetzten Welt entfliehen tut gut.

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