PPR-NEWS

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KW 07/2018

fritz-kola ist überall in Deutschland – wie zwei Hamburger Jungs durchaus ein Imperium geschaffen haben

Von der Studentenküche in Läden deutschlandweit

Vor nunmehr 15 Jahren gründeten Mirco Wiegert und Lorenz Hampl ihr, damals noch kleines,  Brause-Imperium. 1999 beschlossen die beiden Freunde, sich selbstständig zu machen und entwickelten mit einem Startkapital von 7.000 Euro, das aus den aufgelösten Bausparverträgen beider entstammt, das Unternehmen »fritz-kola«. Nach einigen vergeblichen Mischversuchen in der eigenen Küche der beiden Hamburger Studenten wird mit etwas Hilfe eines Lebensmitteltechnikers eine Rezeptur für die kola entwickelt. 2002 ist ein Produktionspartner gefunden. Die Etiketten  wurden im Kopierladen gefertigt und fachgerecht mit Klebestift an den klassisch braunen (Vichy-) Bierflaschen angebracht.  2003 werden die ersten 170 Kisten produziert und am 28. Februar desselben Jahres wird die Hampl und Wiegert GbR angemeldet. Der erste Unternehmenssitz ist ein Studentenwohnheim in Hamburg-Othmarschen. Das Logo und der Name der fritz-kola entstehen dabei aus sehr pragmatischen Erwägungen. Genügend Barmittel für Entwicklung und rechtliche Prüfung eines Logos sind nicht vorhanden. Also verwendet man als Logo einfach die eigenen Gesichter – daran hat man in jedem Fall die Rechte. Für den Namen der kola stehen mehrere Vorschläge im Raum. Es sollte ein positiver, eingängiger und natürlicher Name sein. Der schöne norddeutsche Name »fritz« macht das Rennen.

Ein Hamburger Start-Up gegen den Weltkonzern: Was wir von fritz-kola lernen können

Inzwischen ist die Limo aus Hamburgs Szene-Kneipen nicht mehr wegzudenken – auch weit über die Grenzen der Hansestadt hinaus gehen die Fläschchen erfolgreich über die Tresen. Die Geschichte des fritz-kola-Imperiums zeigt, wie junge Menschen mit einer einzigen zündenden Idee einen deutschland- und in Zukunft vielleicht sogar europaweiten Erfolg erzielen können und dass mit harter Arbeit, Durchhaltevermögen  und einer guten Portion Risikobereitschaft alles geht. »fritz-kola« begeistert durch Individualität und Innovation und ist eine frische, neue Cola, die mit witzigen, teils politisch ironischen Sprüchen wie »Nur der Wasserwerfer macht wacher!« Eindruck hinterlässt und eine ausdrucksstarke Kommunikationslinie fährt. Die Getränke haben zwei jungen Hamburgern den Weg in die Selbstständigkeit geebnet und sie wiederum haben sich eine Marke geschaffen, die nicht an veralteten Traditionen festhält, sondern mit Neuem Neues schafft. Wir sagen, weiter so!

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