PPR-NEWS

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KW 28/2016

Das »Handelsblatt« hat sich unter Herausgeber Gabor Steingart zum deutschen Leitmedium entwickelt. Warum wir von den Düsseldorfern gut informiert werden, beschreiben wir in einer Laudatio

Vom Opa-Blatt zum Star des deutschen Journalismus

Erst im Mai dieses Jahres erschien eine Jubiläumsausgabe zum 70-jährigen Bestehen des »Handelsblatt«, welches mittlerweile mehr als eine halbe Million Leser erreicht. So einfach wie heute war es jedoch bei weitem nicht immer: Während es jetzt kein Problem für die Düsseldorfer Tageszeitung ist, neueste Ereignisse in der Politik oder am Börsenmarkt online oder über die App bereitzustellen, wurde die erste Ausgabe vom 16. Mai 1946 mühselig auf drei Schreibmaschinen, unter Papiermangel und ohne richtigen Zeitungsmarkt erstellt. Die Chefredakteure wechselten seitdem lediglich fünf Mal – der jetzige ist Gabor Steingart. Er übernahm 2009 den Posten, nachdem er zuvor als Redakteur und Korrespondent in Washington beim »Spiegel« tätig war. Steingart galt schon, bevor er zum »Handelsblatt« ging, als guter, sehr gebildeter Schreiber. Seine Managementqualitäten entwickelte er in Düsseldorf. Nach vielen guten Büchern und Morgen-News ist er heute der Journalist und Medienmanager, der den leider früh verstorbenen FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher wohl am ehesten in Deutschland ersetzt. Jetzt ist Steingart Teil der Geschäftsführung der Verlagsgruppe Handelsblatt und zusammen mit weltweit 200 Mitarbeitern verantwortlich für den enormen Erfolg und die Qualität der Zeitung. Nicht umsonst ist es das meist zitierte Wirtschaftsmedium in Deutschland. In den vielen Jahrzehnten vor Steingart war das »Handelsblatt« ein Medium für die ganz alten Führungskräfte, die dort ihre seltenen Pressemitteilungen eins zu eins absetzten. Gut, dass das vorbei ist.

 

Ein Mann, ein Team, Ressourcen

Aber was macht das »Handelsblatt« zur auflagenstärksten deutschsprachigen Wirtschafts- und Finanz-Zeitung? Eine große Rolle spielt dabei sicherlich der umfangreiche Informationsgehalt, der sehr übersichtlich dargestellt und inhaltlich sinnvoll verknüpft wird. Die Redakteure erhalten Zeit, zu forschen, zu recherchieren und zu formulieren. Es ist ein kleines Wunder, dass die Ressourcen der Düsseldorfer Fakten aus dem Keller nach oben heben und Meinungen derart gut begründen, dass es schwer fällt, dagegen anzuschreiben. Die Leser haben durch das »Handelsblatt« die Möglichkeit erhalten, aktuelle Entwicklungen nicht nur am Aktienmarkt zu verfolgen, sondern sie auch in Zusammenhang mit Themen aus Politik und Wirtschaft zu betrachten. Allen Anhängern des freien Marktes wird eine große Hilfe geboten, ihre Börsengeschäfte, Geschäftsführung oder generell ihre Meinungsbildung erfolgreich zu gestalten. Finanztools, exklusive Audio- und Videoformate und kostenlose Themen-Newsletter sind darüber hinaus nützliche Besonderheiten, die das »Handelsblatt« bietet. Zusätzlich informiert es über Sportevents, Kultur und Technik. Ebenfalls sehr wichtige Faktoren, die heutzutage immer wichtiger werden, sind die Zugänglichkeit und Aktualität – das Handelsblatt ist als handelsübliches Print-Medium, aber auch online und über die App erhältlich und stets topaktuell. Diese Eigenschaften vereint sind der Grund, warum es zur Standard-Ausrüstung auf jeden Schreibtisch, jedes Smartphone und in die vielen Gespräche von Führungskräften in Frankfurt am Main, Hamburg, Berlin und sogar New York gehört – auch wenn es aus Düsseldorf stammt. Steingart hat viele überzeugt, auch uns. So rufen wir allen zu: Lesen, denken, lesen.

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