PPR-NEWS

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KW 44/2015

Die Magie der Bücher für seine Reputation nutzen: Wie Führungskräfte ein eigenes Buch für sich und ihr Unternehmen einsetzen, erzählen wir als Baukasten-System

Das Buch bewegt Menschen stärker als vieles andere

Wer in Google den Wahnsinn der heutigen Internet-Welt erleben möchte, gibt dort das Wort »Buch« ein. Mehr als 184.000.000 Treffer finden sich innerhalb von 0,56 Sekunden in der virtuellen Suchmaschine. Bücher sind obsolet, ausgestorben, eine verstaubte Vergangenheit? Mitnichten. Seit der Erfindung des Buchdruckes erlebt das geschriebene Wort seine alte und neue Entfaltung. So hat die Frankfurter Buchmesse eine 500-jährige Tradition. Eine Buchmesse in Frankfurt am Main gab es schon in der beginnenden Neuzeit, nachdem Gutenberg es in Mainz möglich machte, den Satz und Druck von Gedanken auf Papier zu vervielfältigen. In 2015 haben 7.100 Aussteller aus mehr als 100 Ländern niedergeschriebene Ideen in großen Hallen vorgestellt. Insgesamt mehr als 275.000 Besucher hatten sich aufgemacht, das Erlebnis »Buch« zu feiern. Seit etwa 2000 erscheinen digitale Bücher auf dem Online-Buchmarkt professionell zur Ergänzung der gedruckten Werke. Während viele denken, dass das Internet mit dem klassischen Produkt Buch konkurriert und viele Menschen stets virtuell seien, sind weltweit die Auflagen von Büchern weiter in die Höhe geschnellt. Google schätzt, dass es rund 130 Millionen verschiedene Bücher auf der Welt gibt. Wie ist für Führungskräfte die bedeutsame Angelegenheit, ihre Gedanken auf Papier und zwischen Buchdeckel zu packen, zu organisieren, um die Magie des Buches gewinnbringend für sich einzusetzen?

 

Das Warten auf den Verlag – von Alternativen profitieren

Während es in der Verlagsbranche kaum noch Lektoren im ursprünglichen Sinne gibt, gibt es seit langem die sogenannten Book-On-Demand-Dienste. Seit Mitte der 1990er bieten diese Firmen ein komplettes, im Buchhandel angemeldetes Buch an, das im Digitaldruck für Leser bereitsteht, wenn sie es kaufen möchten. So ist es heute eine bewährte und trotzdem noch immer kaum genutzte Methode, dass Führungskräfte ihre Bücher verlegen. Wie geht es für die, die wissen, dass eigene, gute Bücher die Reputation steigern und damit die Position von Führungskräften stärken? Erstens bedarf es des grundlegenden Gedankens, der dem Leser mitgeteilt werden soll. Zweitens benötigt der Autor eine fachliche Hilfe, die diese Gedanken unterfütternd recherchiert und im Sinne des Autors ausformuliert. Drittens gehen freie Lektoren und ein Schlusskorrekturleser an das Manuskript, das mit nur 100 Seiten bereits gewichtig wäre. Ein Grafiker, der mit an Bord ist, bringt den Text in eine ansprechende Form. Als PDF lädt der Autor zum Beispiel bei Books on Demand (BoD) sein Werk hoch. Zum Schluss ist das Buch überall verfügbar – im Buchhandel und auch online. Doch nur wer sich frei davon macht, einen Bestseller schreiben zu müssen, der versteht, was es heißt, bei einem nächsten Besuch oder Treffen sein Buch mit einer Widmung dem Kunden, Partner oder einer anderen ihm wichtigen Person zu überreichen. Dann erfährt der Autor die Magie, die bis heute im Buch steckt: die Anerkennung, aufgeschrieben zu haben, was nur er zu erzählen hatte.

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