PPR-NEWS

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KW 13/2015

Ein Quiz, bei dem fast alle verlieren werden

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Ein Quiz, bei dem fast alle verlieren werden

Die Hersteller und Lieferanten der steinernen Säulen der griechischen Hochkultur Athens waren sehr gefragt – dennoch fällt uns heute eher der politische Philosoph Sokrates ein, wenn wir an diese Zeit denken. Den Erfinder des römischen Wasserleitsystems, mit dem ganze Stadtgesellschaften erst entstehen konnten, darf man nicht mit Caesar, dem Feld- und Staatsherrn des Römischen Reiches, verwechseln. Winston Churchill, Charles de Gaulle, John F. Kennedy, alle drei hatten gemeinsam, in wichtigen Phasen der Geschichte des Westens eine staatstragende Rolle gespielt zu haben. Es sind Namen, die im Unterricht fallen, von denen in Büchern zu lesen ist und die in Filmen und Gedenktagen nicht selten verewigt worden sind. Dass Mercedes-Benz im Namen die Tochter des Gründers – Mercedes – trägt, vermutet nicht jeder, der einen Benz damals und heute gerne fährt. Warum also, so die Conclusio dieser kleinen fragenden Aufzählung, sind Staatsmänner und -frauen über Jahrzehnte und sogar Jahrhunderte hinweg als Namen, als Handelnde und Wirkende im Bewusstsein von so vielen mehr Menschen, jedoch nicht die Wirtschaftslenker, die in ihren Bereichen viele Entwicklungen und Fortschritte vermutlich wirkungsreicher auslösten?

Die Masse macht’s, die Qualität der Tat noch lange nicht

Es gibt keine Gerechtigkeit, wer über die Kommunikationswirkung von bedeutenden Menschen in der Geschichte nachdenkt. Ein Parameter, mit dem sich die Wahrscheinlichkeit von fortwährender Bedeutung in der Geschichte fast sicher bestimmen lässt, ist das Gesetz der Masse. Wirtschaftsführer haben eben nicht in Schlachten oder Wahlen viele Tausende von Menschen um sich herum versammelt, die ihre Geschichte weitertrugen. Dafür treten Staatsmänner im Laufe ihres Lebens mit so vielen Menschen in Kontakt, dass ihre Namen und ihre Taten von Ohr zu Ohr, von Buch zu Buch und von Foto zu Foto weitertransportiert worden sind. Ist das zu bedauern? Wir denken schon: Dort, wo die besondere Qualität einer Tat bedeutsam wurde, wäre es auch schön, von demjenigen, der sie schuf, mehr erfahren zu haben. Kommunikation entfaltet Wirkung, wenn viele davon erfahren. Bei Wirtschaftsführern bleibt diese kommunikative Wirkung hingegen oft aus, zumindest das historische Bewusstsein betreffend. Wirtschaft muss eher ohne Erzählungen auskommen, während Staatsmänner noch Jahrzehnte und Jahrhunderte nach ihrem Tod bekannt sind. So hat der Staatsmann Appius Claudius Caecus zwar 312 v. Chr. die Trinkwasserversorgung im Rom auf den Weg gebracht – im Gedächtnis ist er uns aber nicht wegen seines wirtschaftlichen Handelns, sondern in seiner Funktion als bedeutender Politiker und Staatsmann der mittleren Römischen Republik.

Thema der nächsten Woche: Die Kunst der richtigen Schlagzeile: Wie es auch großen Medien nicht immer gelingt, die richtige Wortwahl zu treffen

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