PPR-NEWS

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KW 10/2017

Die IT-Macht SAP: Worauf der schier unfassbare Erfolg eines deutschen Unternehmens aus der Provinz beruht

Die richtige Idee, die richtigen Menschen, die richtige Zeit

1972 schufen fünf Softwareentwickler mit dem richtigen Riecher und unbändigem Entdeckergeist eine Anwendung, die die IT-Industrie für immer verändern sollte. Was heute selbstverständlich klingt, war damals ihre Vision: eine Standardsoftware für die Echtzeitverarbeitung. In einem Reihenhaus in Weinheim gründeten Claus Wellenreuther, Hans-Werner Hector, Klaus Tschira, Dietmar Hopp und Hasso Plattner die Systemanalyse und Programmentwicklung GbR – besser bekannt als SAP. In nur kurzer Zeit gelang den Entwicklern der Durchbruch und sie schrieben eine Unternehmensgeschichte, die ihres gleichen sucht. Nach nur fünf Jahren und mit einem stetig wachsenden Kundenstamm internationalisiert sich das Unternehmen. Nach zehn Jahren überzeugt SAP bereits 250 Unternehmenskunden und führt mehr als einhundert Mitarbeiter – zwanzig Jahre später sind es bereits über 3.000 weltweit. Im Jahr 2016 zählt SAP 82.400 Mitarbeiter und einen erwirtschafteten Jahresumsatz von 20,8 Milliarden Euro (Stand: 2015). Unter den 335.000 SAP-Kunden tummeln sich zahlreiche Großunternehmen und Dax-Konzerne. Schätzungsweise nutzen weltweit etwa zwölf Millionen Anwender die Software.

Weniger abschotten, mehr öffnen

Vom Pharma-Konzern über den Mittelständler von nebenan bis hin zum Militär – SAP ist es gelungen, ein Softwareangebot zu entwickeln, welches die Arbeitsabläufe in Organisationen sämtlicher Größe und jedweder Couleur zu organisieren und zu vereinfachen vermag. Ob Lohnzahlung, Buchhaltung, Urlaubsplanung, Logistik oder Rechnungswesen: SAP hat stets die Lösung. Dies ist vor allem, aber nicht ausschließlich, den gewitzten Entwickler-Teams zu verdanken. Das Unternehmen hat schnell begriffen, dass nicht Abschottung, sondern Öffnung zum Erfolg führt: das Öffnen gegenüber Beratern wie auch das Öffnen gegenüber anderer Software. Früh übernehmen externe Berater wichtige Funktionen, indem sie die Software bei Kunden implementieren und pflegen. Stets wird dabei mit den Kunden zusammen daran gearbeitet, die Software zu verbessern und zu erweitern – sie perfekt auf die Bedürfnisse des Kunden abzustimmen. Weiterhin öffnet sich SAP früh im Hinblick darauf, auch andere Software zu berücksichtigen und versteht, wie wichtig es für den Kunden ist, dass verschiedene Software im Zusammenspiel funktioniert. Mit dem Ziel, die bestmögliche Softwareunterstützung für die Arbeitsabläufe ihrer Kunden zu liefern, bleibt SAP auf Erfolgskurs und erschafft so eine bodenständige, deutsche Version des »American Dream«.

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